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Claude-Grundlagen

Claude für Coaches: so spart eine CLAUDE.md wirklich Zeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine CLAUDE.md ist eine kleine Textdatei, in der einmal steht, wer du bist, wie du arbeitest und wie du klingst. Claude liest sie bei jedem Start und du musst dich nicht mehr erklären.
  • Der Zeitgewinn liegt im Wegfall der Wiederholung. Statt vor jeder Mail, jedem Angebot und jedem Post denselben Kontext neu einzutippen, steht er ein einziges Mal fest.
  • Am meisten bringt die CLAUDE.md dort, wo Coaches ohnehin viel schreiben: Kundenkommunikation, Angebote und Content. Genau die immer gleiche Fleißarbeit gibst du ab.

Schön, dass du hier bist. Setz dich, ich erzähl dir etwas, das mir als Coachin selbst am meisten Zeit zurückgegeben hat. Wenn du wie die meisten Coaches arbeitest, sitzt du abends noch an derselben Sorte Aufgabe: eine Mail an eine Interessentin, ein Angebot für ein Paket, ein Beitrag für deinen Kanal. Nichts davon ist schwer. Es ist nur immer wieder dasselbe Erklären. Und genau da setzt eine kleine Datei an, die dir viel abnimmt: die CLAUDE.md.

Klingt technisch, ist es aber nicht. Ich verspreche dir, am Ende dieses Textes weisst du genau, was das ist und warum es gerade für deinen Alltag ein Hebel ist.

Was eine CLAUDE.md überhaupt ist

Stell dir vor, du bekommst eine neue Assistenz an die Seite. Fähig, schnell, immer freundlich. Nur kennt sie dich am ersten Tag nicht. Sie weiss nicht, dass du systemisch coachst und nicht ratschlägst, sie weiss nicht, wie deine Kundschaft tickt, und sie weiss nicht, dass du niemals „Hallo zusammen” schreibst. Du müsstest ihr das alles erklären. Und morgen wieder. Und übermorgen auch.

Die CLAUDE.md ist der Zettel, den du dieser Assistenz einmal in die Hand drückst. Eine kurze Textdatei, in der steht, wer du bist, wie du arbeitest und wie du klingst. Claude liest sie bei jedem Start automatisch mit. Ab da musst du dich nicht mehr vorstellen. Die künstliche Intelligenz weiss Bescheid, bevor du die erste Frage tippst.

Wichtig: Das ist kein Code. Es ist Text in deinen eigenen Worten. Wenn du eine Mail schreiben kannst, kannst du auch eine CLAUDE.md schreiben.

Zeit sparst du nicht dadurch, dass die künstliche Intelligenz schneller tippt. Du sparst sie, weil du aufhörst, dich jeden Tag neu zu erklären. Olga Reyes-Busch

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Warum das genau im Coaching so viel bringt

Coaching ist ein Beruf, in dem du ständig schreibst, ohne dass Schreiben dein Kerngeschäft wäre. Deine Arbeit ist der Mensch vor dir. Alles drumherum, die Mails, die Angebote, die Sichtbarkeit, frisst trotzdem Stunden. Und dieses Drumherum wiederholt sich.

Wenn dein Werkzeug einmal weiss, dass du mit einer bestimmten Wärme sprichst, dass du keine Heilsversprechen machst, dass deine Pakete so und so heissen, dann fällt bei jeder einzelnen Aufgabe der lästigste Teil weg: das Vorab-Erklären. Der Aufwand schrumpft spürbar, weil du nicht mehr bei null anfängst. Genau diesen Gedanken habe ich im Beitrag Claude für dein Business einrichten grundsätzlich beschrieben. Hier gehen wir eine Ebene tiefer, direkt in den Coaching-Alltag.

Kundenkommunikation, die nach dir klingt

Fangen wir bei den Mails an. Eine Interessentin schreibt dich an, du willst herzlich und klar antworten, aber ohne dass es nach Textbaustein riecht. Ohne CLAUDE.md tippst du erst einmal drei Sätze Kontext: „Ich bin Coach für X, schreib in Du-Form, freundlich, keine Floskeln.” Jedes Mal aufs Neue.

Mit einer eingerichteten CLAUDE.md sagst du nur noch: „Antworte dieser Interessentin, sie fragt nach meinem Kennenlerngespräch.” Der Rest steht schon fest. Die Antwort kommt in deinem Ton, mit deiner Ansprache, ohne dass du nachjustieren musst. Das gilt für Absagen genauso wie für Nachfass-Mails oder die freundliche Erinnerung an einen Termin.

Angebote schreiben, ohne jedes Mal von vorn

Angebote sind der Ort, an dem viele Coaches am meisten Zeit verlieren. Man ringt um Formulierungen, will nicht zu vollmundig klingen und nicht zu blass. Wenn in deiner CLAUDE.md steht, wie deine Pakete aufgebaut sind, für wen sie gedacht sind und mit welcher Haltung du verkaufst, dann liefert die künstliche Intelligenz einen ersten Entwurf, der schon zu 80 Prozent passt. Du feilst am Rest, statt das leere Blatt zu füllen.

Und weil die Datei auch deine Grenzen kennt, hältst du dich leichter an sie. Keine Übertreibungen, keine Zahlen, die du nicht halten kannst. Das Werkzeug arbeitet innerhalb deiner Leitplanken, weil du sie einmal aufgeschrieben hast.

Content, der zu dir passt, statt zu einem Baukasten

Sichtbar bleiben kostet Coaches oft die letzte Energie am Tag. Ein Beitrag hier, ein Impuls da. Auch das wird leichter, wenn dein Kontext feststeht. Aus einem Gedanken, den du morgens im Kopf hattest, entsteht ein Post in deiner Stimme, nicht im Ton eines beliebigen Ratgebers. Wie du künstliche Intelligenz gezielt als Schreibhilfe nutzt, ohne dass es nach Maschine klingt, vertiefe ich im Beitrag Claude als Content-Assistent.

Der Unterschied zur nackten Nutzung ohne Kontext ist gross. Frag eine beliebige Antwortmaschine, ob ChatGPT, Claude, Perplexity oder die KI-Antwort bei Google, ohne Vorwissen nach einem Post, und du bekommst Durchschnitt. Frag mit einer gut gepflegten CLAUDE.md, und du bekommst etwas, das schon nach dir klingt.

So fängst du an, ganz ohne Technik-Angst

Du brauchst für den Anfang keine perfekte Datei. Ein paar Absätze reichen. Schreib auf, wer du bist und woher du kommst. Beschreib deine Zielgruppe und wie du mit ihr arbeitest. Halt fest, wie du klingst: welche Wörter du nie benutzt, wie du deine Leser ansprichst, wie lang deine Sätze sind. Das war der Kern.

Und dann lässt du die Datei mit dir wachsen. Fällt dir auf, dass Claude etwas immer wieder falsch macht, ergänzt du einen Satz. Nach ein paar Wochen kennt dich dein Werkzeug besser als manche Kollegin. Wenn du ganz am Anfang stehst und erst einmal die ersten Handgriffe brauchst, ist Claude für dein Business einrichten der richtige Einstieg vor diesem Schritt.

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Der ehrliche Teil

Eine CLAUDE.md nimmt dir nicht die Arbeit ab, ein guter Coach zu sein. Sie nimmt dir die Wiederholung ab, die dich vom Coachen abhält. Das ist ein Unterschied, den ich dir nicht schönreden will. Die künstliche Intelligenz schreibt keine Beziehung zu deiner Kundschaft, das machst weiter du.

So schreibst du deine erste CLAUDE.md

  1. Schreib in ein paar Sätzen auf, wer du bist und woher du kommst.
  2. Beschreib deine Zielgruppe und wie du mit ihr arbeitest.
  3. Halt fest, wie du klingst: welche Wörter du nie benutzt, wie lang deine Sätze sind.
  4. Leg die Datei an und lass Claude eine erste echte Aufgabe damit lösen.
  5. Ergänz einen Satz, sobald dir etwas auffällt, das noch fehlt.

Aber alles, was drumherum liegt und dich abends noch am Schreibtisch hält, wird leichter, sobald dein Werkzeug dich einmal richtig kennt. Fang klein an. Schreib deine erste CLAUDE.md heute in zehn Sätzen, nutze sie eine Woche und schau, wie viel weniger du dich erklären musst. Wenn du dabei Fragen hast oder deine Datei gern mit anderen Coaches gemeinsam feilen möchtest, komm in unsere Community. Dort sitzen Menschen, die genau denselben Weg gehen, und keiner tut so, als wäre er von Anfang an Profi gewesen.

Olga Reyes-Busch
Sonnige Grüße, Olga

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Häufige Fragen

Was ist eine CLAUDE.md und was bringt sie mir als Coach?

Eine CLAUDE.md ist eine kurze Textdatei mit deinem festen Kontext: wer du bist, wie du coachst, wie du schreibst. Claude liest sie automatisch mit und antwortet dann so, als würde es dich kennen. Du sparst dir das ewige Vorab-Erklären.

Wie spart mir eine CLAUDE.md im Coaching-Alltag Zeit?

Der Kontext, den du sonst vor jeder Aufgabe neu tippst, steht ein einziges Mal fest. Mails, Angebote und Beiträge entstehen dadurch schneller und klingen sofort nach dir, ohne dass du jedes Mal von vorn anfängst.

Brauche ich technisches Wissen, um eine CLAUDE.md anzulegen?

Nein. Es ist reiner Text in deinen eigenen Worten. Du beschreibst dein Coaching, deine Zielgruppe und deinen Ton in ein paar Absätzen. Kein Code, keine Einstellungen, die dir Angst machen müssten.

Funktioniert das nur mit Claude oder auch mit anderen Tools?

Der Gedanke ist überall gleich. In Claude heisst die Datei CLAUDE.md, in ChatGPT hinterlegst du denselben Kontext in den Anweisungen. Wichtig ist nicht der Name, sondern dass dein Werkzeug dich einmal richtig kennenlernt.

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