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Claude-Grundlagen

Der Einstieg in künstliche Intelligenz ohne Vorwissen

Das Wichtigste in Kürze

  • Für den Einstieg in künstliche Intelligenz brauchst du kein Technikwissen. Du brauchst eine echte Aufgabe und die Bereitschaft, einfach loszuschreiben.
  • Fang mit einer einzigen kleinen Sache an, die du sowieso jede Woche machst. Ein großes Projekt am Anfang überfordert nur und bringt dich vom Ausprobieren ab.
  • Künstliche Intelligenz macht keine Vorschriften, sie macht Vorschläge. Du bleibst diejenige, die entscheidet, was gut genug ist und was raus darf.

Schön, dass du hier bist. Wenn du diesen Artikel liest, gehörst du wahrscheinlich zu den Menschen, die spüren, dass an dieser Sache mit der künstlichen Intelligenz etwas dran ist, sich aber nicht so recht herantrauen. Zu viel Gerede, zu viele Fachbegriffe, und irgendwie das Gefühl, alle anderen wüssten schon Bescheid. Setz dich einen Moment neben mich. Ich verspreche dir: Der Einstieg ist deutlich einfacher, als er von aussen aussieht.

Ich sage das nicht als Technikerin. Ich komme aus der Sonderpädagogik, dann kam die Resilienz, und erst danach die künstliche Intelligenz. Mein Vorsprung ist nicht die Technik, sondern das Erklären. Genau deshalb weiss ich, wie es sich anfühlt, ganz am Anfang zu stehen und keinen der Fachbegriffe zu verstehen. Die gute Nachricht: Du brauchst sie gar nicht.

Du musst künstliche Intelligenz nicht verstehen, um sie zu nutzen. Du musst nur eine echte Aufgabe haben und den Mut, den ersten Satz einzutippen. Olga Reyes-Busch

Brauche ich Vorwissen für künstliche Intelligenz?

Die kürzeste Antwort, die ich dir geben kann: nein. Und ich meine das ernst. Die Werkzeuge, um die es hier geht, verstehen ganz normale Sprache. Du tippst einen deutschen Satz ein, und du bekommst eine deutsche Antwort. Kein Code, keine Formeln, keine geheime Sprache. Wer eine E-Mail schreiben kann, kann auch mit künstlicher Intelligenz arbeiten.

Was viele am Anfang abschreckt, ist nicht die Sache selbst, sondern das Drumherum. Die grossen Worte, die vielen Meinungen, das Gefühl, man müsste erst einen Kurs belegen. Blende das ruhig aus. Am Ende ist es ein Werkzeug wie ein Taschenrechner oder eine Suchmaschine. Du lernst es, indem du es benutzt, nicht indem du vorher alles darüber liest.

Und keine Sorge: Du kannst nichts kaputt machen. Ein Werkzeug wie ChatGPT oder Claude wartet einfach auf deine nächste Frage. Tippst du etwas Unklares ein, bekommst du eine unklare Antwort, und dann fragst du eben nochmal anders. Genau so lernt man es.

Künstliche Intelligenz im Business: Aufgeschlagenes Buch auf einem Felsen über dem Meer

Was ist künstliche Intelligenz eigentlich, ganz einfach?

Stell dir eine sehr belesene Kollegin vor, die unglaublich schnell schreibt und rund um die Uhr Zeit hat. Sie hat wahnsinnig viel gelesen und kann dir zu fast jedem Thema etwas formulieren. Sie kann Texte entwerfen, Ideen sammeln, etwas zusammenfassen oder eine schwierige Sache in einfache Worte fassen.

Aber und das ist wichtig, sie ist eben nicht allwissend. Sie macht auch mal Fehler, klingt manchmal überzeugt und liegt trotzdem daneben. Deshalb bleibst immer du diejenige, die entscheidet. Die künstliche Intelligenz macht Vorschläge, keine Vorschriften. Du liest, du prüfst, du wählst aus. Diese Rollenverteilung ist das Wichtigste, was du für den Anfang mitnehmen kannst.

Wenn du tiefer verstehen willst, wie du das Ganze seriös und ehrlich in dein Business holst, ohne den ganzen Wirbel, dann hab ich das im Beitrag Künstliche Intelligenz im Business, seriös in Ruhe aufgeschrieben. Der ist der ideale zweite Schritt, wenn dieser hier gesessen hat.

Dein erstes Mini-Projekt: eine kleine Sache, die du sowieso machst

Jetzt wird es praktisch, und ich möchte dich um eines bitten: Fang klein an. Nicht mit dem grossen Plan, nicht mit der kompletten Automatisierung deines Business. Nimm eine einzige kleine Aufgabe, die du sowieso jede Woche erledigst. Genau daran probierst du es aus.

Ein paar Ideen, such dir eine aus:

  • Du formulierst eine Antwortmail, die dir sonst immer schwerfällt.
  • Du fasst einen langen Text in drei klaren Sätzen zusammen.
  • Du bringst eine Frage aus deinem Fachgebiet in einfache Worte, die auch ein Laie versteht.
  • Du sammelst fünf Ideen für einen Newsletter, den du sonst vor dir herschiebst.

Und so gehst du vor: Öffne das Werkzeug. Schreib deine Aufgabe hinein, als würdest du eine Kollegin bitten. Keine Fachbegriffe, ganz normal. Also zum Beispiel: „Ich bin Ernährungsberaterin. Schreib mir eine freundliche Antwort auf eine Anfrage, in der jemand nach meinen Preisen fragt, aber ich will die Preise noch nicht nennen, sondern erst zu einem Kennenlerngespräch einladen.”

Dann liest du, was zurückkommt. Passt es nicht ganz? Dann sag es einfach: „Mach es kürzer.” Oder: „Etwas herzlicher.” Oder: „Ohne den letzten Absatz.” Dieses Hin und Her ist kein Zeichen, dass du etwas falsch machst. Es ist genau die Arbeit. Du führst, das Werkzeug schreibt.

Merkst du, was gerade passiert ist? Du hast künstliche Intelligenz benutzt. Ganz ohne Vorwissen, ohne Kurs, ohne Technik. Nur mit einer echten Aufgabe und ein paar Sätzen.

Wie du dranbleibst, ohne dich zu verzetteln

Der erste Versuch ist der schwerste, danach wird es leichter. Trotzdem sehe ich viele, die begeistert starten und nach zwei Wochen wieder aufhören. Meistens, weil sie zu viel auf einmal wollten. Deshalb mein Rat: Bleib erstmal bei deiner einen kleinen Aufgabe, bis sie sich selbstverständlich anfühlt. Erst dann nimmst du die nächste dazu.

Wenn du eine Sache regelmässig auslagerst, entsteht mit der Zeit ganz von selbst ein Gefühl dafür, was das Werkzeug gut kann und was nicht. Aus vielen Minuten hier und da wird jede Menge Zeit, die du zurückgewinnst. Und diese Zeit steckst du in das, was nur du kannst: deine Kundschaft, deine Arbeit, dein Fachwissen.

Damit das Ganze auf Dauer wirklich zu dir passt, lohnt es sich irgendwann, das Werkzeug einmal richtig auf dich einzustellen, mit deiner Sprache und deinem Business. Wie das geht, zeige ich dir Schritt für Schritt in Claude für dein Business einrichten. Und wenn du danach Lust bekommst, aus einer Aufgabe gleich mehr zu holen, etwa echten Content für deine Sichtbarkeit, dann findest du den nächsten Schritt in Content erstellen mit künstlicher Intelligenz und Zeit sparen.

Ob du dafür ChatGPT nimmst, Claude oder ein anderes Werkzeug, ist für den Anfang zweitrangig. Nimm das, zu dem du am leichtesten Zugang hast. Das Ergebnis zählt, nicht der Name auf dem Knopf.

Künstliche Intelligenz im Business: Buch und Tasse auf einem Felsvorsprung mit Blick auf die Küste

Der ehrliche Teil zum Schluss

Künstliche Intelligenz nimmt dir keine Entscheidungen ab und ersetzt weder dein Fachwissen noch deine Haltung. Sie nimmt dir die Fleissarbeit ab, das viele Kleine, das dich sonst aufhält. Mehr will sie gar nicht sein, und mehr braucht sie auch nicht zu sein.

Wenn du bis hierher gelesen hast, hast du das Wichtigste schon verstanden. Es fehlt nur noch der erste eigene Versuch. Nimm dir diese eine kleine Aufgabe vor, tipp den ersten Satz ein, und schau, was passiert. Du wirst überrascht sein, wie unspektakulär und wie machbar sich der Einstieg anfühlt.

So sieht dein erster Versuch aus

  1. Wähl eine einzige kleine Aufgabe, die du sowieso jede Woche machst.
  2. Öffne ChatGPT oder Claude und schreib die Aufgabe hinein, als würdest du eine Kollegin bitten.
  3. Lies die Antwort und sag einfach, was noch fehlt, etwa kürzer, herzlicher oder ohne einen Absatz.
  4. Bleib bei dieser einen Aufgabe, bis sie sich selbstverständlich anfühlt, bevor du die nächste dazunimmst.

Und falls du dir ein bisschen Anschub wünschst: Ich habe eine kleine Sammlung erster Ideen und Vorlagen zusammengestellt, mit der du sofort loslegen kannst, ohne lange zu grübeln, womit. Hol sie dir als Freebie, setz dich hin und probier deine erste Sache aus. In deinem Tempo, ohne Druck. Ich freue mich, wenn ich dir den Anfang leichter machen darf.

Olga Reyes-Busch
Sonnige Grüße, Olga

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Häufige Fragen

Wie gelingt der Einstieg in künstliche Intelligenz ohne Vorwissen?

Indem du klein anfängst. Öffne ein Werkzeug wie ChatGPT oder Claude, gib eine echte Aufgabe aus deinem Alltag ein und schreib einfach, als würdest du eine Kollegin bitten. Du brauchst keine Fachbegriffe und keine Technik, nur eine konkrete Sache, die du sowieso zu tun hast.

Muss ich programmieren können, um künstliche Intelligenz zu nutzen?

Nein. Die heutigen Werkzeuge verstehen normale Sprache. Du tippst deutsche Sätze ein und bekommst deutsche Antworten. Wer eine E-Mail schreiben kann, kann auch mit künstlicher Intelligenz arbeiten.

Was ist ein gutes erstes Projekt für den Anfang?

Eine kleine, wiederkehrende Aufgabe. Zum Beispiel einen Newsletter-Text vorformulieren, eine Frage aus deinem Fachgebiet in einfache Worte fassen oder eine Antwortmail entwerfen. Etwas, das du kennst und wo du sofort erkennst, ob das Ergebnis taugt.

Ist künstliche Intelligenz für Anfänger nicht zu kompliziert?

Der Einstieg ist einfacher, als die meisten denken. Kompliziert wirkt oft nur das Drumherum, all die Fachbegriffe und großen Versprechen. Wenn du das ausblendest und einfach eine Sache ausprobierst, merkst du schnell, dass es ein Werkzeug ist wie jedes andere.

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