Schön, dass du hier bist. Wenn du diesen Titel angeklickt hast, dann steckt dahinter meistens ein bestimmter Gedanke: „Ich würde Pinterest ja machen, aber eigentlich müsste das jemand anderes für mich übernehmen.” Setz dich kurz zu mir, ich nehme dir diesen Gedanken. Du brauchst niemanden, der dein Pinterest für dich baut. Du kannst das selbst, und ich zeige dir, wie ein ganzes System entsteht, nicht nur ein einzelnes Board.
Ich mache Pinterest seit einer Weile selbst, neben allem anderen, was auf meinem Tisch liegt. Und ich sage dir gleich das Wichtigste vorweg: Der Aufbau ist keine Zauberei. Es ist Fleißarbeit. Und Fleißarbeit lässt sich abgeben, ohne dass du dafür jemanden bezahlen musst.
Du musst Pinterest nicht abgeben, um Zeit zu sparen. Du musst nur die Fleißarbeit abgeben, nicht die Verantwortung für deine Themen. Olga Reyes-Busch
Was ein Pinterest-System von einem einzelnen Board unterscheidet
Wie du dein allererstes Board richtig anlegst, vom Konto bis zu den ersten Pins, habe ich dir Schritt für Schritt in Pinterest für Selbstständige: dein erstes Board aufgeschrieben. Das ist der Anfang. Hier geht es um das, was danach kommt: aus einem Board wird ein System.
Der Unterschied ist einfach. Ein Board ist ein Regal. Ein System sind mehrere Regale, ein fester Rhythmus, mit dem du sie füllst, und ein Ziel hinter jedem Pin, das dir gehört. Ein einzelnes Board bringt ein bisschen. Ein System bringt Reichweite, die trägt, weil sie an mehreren Stellen gleichzeitig arbeitet.
Warum das überhaupt ohne Werbebudget funktioniert und wie aus einem Pin echte Klicks werden, habe ich in Geld verdienen mit Pinterest ohne Werbeanzeigen erklärt. Das ist das Warum hinter dem, was hier folgt.
Wie viele Boards brauchst du am Anfang?
Nicht zehn. Fang mit zwei oder drei an, je einem pro Kernthema. Überleg dir, worüber du wirklich etwas zu sagen hast und wonach deine Zielgruppe sucht. Genau diese zwei, drei Begriffe werden deine ersten Boards.
Der Fehler, den viele machen: Sie legen zwölf Boards an, weil das nach viel aussieht, und keins davon ist richtig gefüllt. Ein halbleeres Board wirkt verlassen, und Pinterest merkt das. Lieber wenige Boards, die klar benannt sind und in denen sich echte Pins stapeln. Wachsen kannst du später jederzeit, wenn du merkst, dass ein weiteres Thema zieht.
Jedes Board bekommt einen Namen, der ein Suchbegriff ist, und eine Beschreibung mit denselben Wörtern. Das ist die Grundregel, die auf allen Ebenen gilt, beim Board, beim einzelnen Pin, überall. Schreib, wonach gesucht wird, nicht deinen internen Fachjargon.
Der Teil, der Arbeit macht, und warum du ihn nicht selbst tippen musst
Jetzt kommen wir zu der Stelle, an der die meisten aufgeben. Ein System füttern heißt: aus deinen Themen immer wieder frische Pins machen. Jeder Pin braucht eine Grafik, einen Titel, eine Beschreibung, die richtigen Suchbegriffe. Und weil ein Thema viele Suchanfragen hat, machst du aus einem einzigen Blogartikel nicht einen Pin, sondern mehrere, jeden mit einem anderen Aufhänger.
Nichts davon ist schwer. Es ist nur viel. Und genau hier liegt der Punkt, an dem die meisten glauben, sie bräuchten jemanden, der ihnen das abnimmt. Brauchst du nicht. Du brauchst ein Werkzeug.
Aus einem Artikel lassen sich mit künstlicher Intelligenz mehrere Pin-Texte ableiten, jeder auf eine andere Suchanfrage gemünzt. Die Titel, die Beschreibungen, die kleinen Varianten entstehen, ohne dass du bei jedem Pin neu anfängst. Du gibst die Richtung vor, du prüfst, was herauskommt, du entscheidest, was rausgeht. Die Maschine macht das Wiederholende. Deine Themen und deine Stimme bleiben bei dir.
Wie du dieses Werkzeug einmal so einrichtest, dass es deine Sprache und dein Business wirklich kennt, zeige ich dir in Claude für dein Business einrichten. Einmal gut aufgesetzt, hilft es dir bei jedem Pin und jedem Artikel aufs Neue. Und das funktioniert in ChatGPT genauso wie in Claude. Nimm das Werkzeug, das du schon hast, das Ergebnis zählt, nicht der Name auf dem Knopf.
Wie du einen Rhythmus findest, der wirklich hält
Ein System lebt vom Takt. Pinterest belohnt Konten, die regelmäßig ein paar frische Pins bekommen, deutlich mehr als solche, die einmal im Monat einen großen Schwung hochladen und dann schweigen. Der Kanal liest Regelmäßigkeit als Lebenszeichen.
Das klingt nach Druck, ist aber das Gegenteil. Regelmäßig heißt nicht viel, es heißt verlässlich. Lieber jeden Tag ein, zwei neue Pins als einmal dreißig und danach Funkstille. Und weil dir die Fleißarbeit abgenommen wird, ist genau dieser kleine, machbare Takt plötzlich realistisch, auch neben allem, was du als Selbstständige ohnehin stemmst.
Der ehrliche Teil dazu: Es wird Wochen geben, in denen du wenig Lust hast und die Zahlen sich nach nichts anfühlen. Das ist normal und kein Grund aufzuhören. Wie du gerade an diesen Tagen trotzdem sichtbar bleibst, ohne dich zu verbiegen, habe ich in Sichtbar bleiben an schwachen Tagen zusammengetragen. Dranbleiben schlägt Perfektion, jeden Tag aufs Neue.
Was am Ende dir gehört
Der schönste Teil an einem selbst aufgebauten System ist der, den man am Anfang nicht sieht. Es gehört dir. Deine Boards, deine Themen, dein Ziel hinter jedem Pin. Wenn du es aus der Hand gibst, ist es weg, sobald die Zusammenarbeit endet. Wenn du es selbst baust, bleibt es, mit Werkzeug an deiner Seite statt mit einer laufenden Rechnung.
Und Pinterest ist ein Kanal, der genau das belohnt. Die ersten Wochen tragen wenig. Dann fangen einzelne Pins an zu laufen, und irgendwann kommt Reichweite herein, für die du längst nichts mehr tust. Das ist der Moment, in dem dein System anfängt, für dich zu arbeiten, ganz leise, im Hintergrund.
Fang mit einem Thema an, bei dem du wirklich etwas zu sagen hast. Bau ein Board, benenne es wie einen Suchbegriff, füll es mit ein paar guten Pins, die auf deine eigene Seite führen. Dann das nächste. Stück für Stück entsteht so etwas, das dir gehört und das bleibt, unabhängig von Reichweiten-Launen und Algorithmus-Updates.
So gehst du vor
- Leg ein Unternehmenskonto an, falls du noch keins hast.
- Wähle zwei oder drei Kernthemen und leg für jedes ein eigenes Board an.
- Lass dir aus deinen Artikeln mehrere Pin-Varianten vorbereiten und wähle die besten aus.
- Leg einen festen Rhythmus fest, zum Beispiel ein, zwei neue Pins am Tag.
- Bleib dran, auch wenn eine Woche mal wenig bringt.
Damit du beim Aufbau nicht vor einem leeren Blatt sitzt, habe ich dir 30 fertige Pinterest- und Blog-Ideen zusammengestellt, mit denen du sofort loslegen kannst. Hol sie dir für 0 Euro und such dir die ersten Themen für deine Boards heraus.
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